10 Freunde sollt ihr sein

10-Freunde-Triathlon in Frankfurt 2017

»Für mich war die Teilnahme am Triathlon ein Befreiungsschlag. Ein Beweis für mich selbst und alle anderen, dass mein Körper stärker ist, als ich es ihm zutraue. Das ich trotz der Krankheit meine Leistung steigern und Ziele stecken kann, die im ersten Moment für mich unerreichbar sind.« Caroline Sprott

Anfang Februar 2017 hatte Anna über Instagram und Facebook zu einer etwas anderen »Aufklärungskampagne« aufgerufen. 10 an Lipödem erkrankte Frauen kämpfen gemeinsam gegen Vorurteile und für mehr Akzeptanz. In der Königsklasse des Ausdauersports: Triathlon. Dass sich ein starkes Team aus insgesamt sogar 11 Frauen innerhalb von nur 4 Wochen zusammenfindet, hätte wohl keine der Teilnehmenden geglaubt. Welche Motivation verbirgt sich hinter diesem Team?

Wenn man sich die Geschichten der „Lipödemkämpferinnen“ anhört, dann weiß man, dass unsere Motivation tiefer geht als der einfache Wettkampfgedanke. Anerkennung. Nicht nur vor anderen, sondern besonders vor sich selbst. Sich selbst ein Ziel zu setzen und dieses zu erreichen. Der Weg in ein selbstbestimmtes Leben.

»Im Februar diesen Jahres war ich stationär im Krankenhaus. Dort habe ich den Aufruf bei Facebook gelesen und mich spontan angemeldet. Ehrlich gesagt, hat mich jeder für total bekloppt gehalten, weil ich zu der Zeit noch nicht einmal mehr gehen konnte. Aber ich brauchte ein Ziel, das ich mir selbst gesteckt habe, um wieder fit zu werden.« Tanja Kluge

Die Stimmung vor Ort war einfach toll. Wir hatten tolle Unterstützung durch Familie und Freunde an der Strecke. Aber das wichtigste für uns war, dass wir tatsächlich ein Team waren, uns gegenseitig motiviert, unterstützt haben und gemeinsam gezeigt haben, dass unser Körper mehr leisten kann, als wir ihm zutrauen. Für uns der Start in eine tolle, sportliche Zukunft. Mit dem Ziel über die Krankheit, die uns zusammengeführt hat, weiter aufzuklären und andere zu motivieren, neue Wege in ihren Leben zu gehen.

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