Jede kann Triathlon

Es muss ja nicht gleich ein IRONMAN sein

Wenn man einmal einen Triathlon gefinisht hat, ist die Widerholungsgefahr groß. Triathlon ist ein faszinierender Sport, der den ganzen Körper trainiert. Es gibt inzwischen die unterschiedlichsten Veranstaltungen. Von Meisterschaften über Jedermann hin zu Staffeln. Für Jede ist etwas dabei.

Denken wir mal an unsere Kindheit zurück. Was haben wir als Kinder gerne gemacht? Wir sind mit Freunden mit dem Rad ins Schwimmbad gefahren und waren dort stundenlang im Wasser. Wir haben uns immer draußen bewegt, sind herumgerannt, waren mit den guten alten Rollschuhen unterwegs oder haben Gummihupf gespielt. Was für eine unbeschwerte Zeit. Nichts anderes ist Triathlon: Schwimmen – Radeln –Laufen. Triathlon verbindet.

Wie kam ich zum Triathlon? Sportlich war ich schon immer. Handball und später Laufen. Eine Freundin hat mich darauf gebracht. Aber Triathlon? Das machen doch nur Profis? Dachte ich mir so. Also trainierte ich 2015 auf meine erste Sprintdistanz (500m Schwimmen – 20 km Radfahren – 5km Laufen). Ich habe mir Anfängerpläne aus dem Internet gelassen, mir ein günstiges Rennrad gekauft und Laufschuhe hatte ich ja schon. Mehr braucht man für den ersten Triathlon nicht. Ein Rennrad muss nicht sein, macht aber Spaß. So habe ich 2015 zwei Sprintdistanzen und 2016 eine Sprintdistanz gefinisht.

2017 habe ich dann pausiert, weil ich mich dazu entschlossen habe einer Liposuktion zu unterziehen. Die Verbindung aus Sport/Bewegung und gesunder Ernährung verhilft mir zu einem schmerzfreien Leben. Kompression brauche ich nicht mehr. Inzwischen werde ich von einer Trainerin gecoacht.

Im Juni 2018 war ich dann in Roth bei der Challenge for all (750m schwimmen – 20 km Radeln – 5 km laufen). Roth ist der weltweit größte Triathlon. Sonntags ist die legendäre Langdistanz (3,8km schwimmen – 180 km Radeln – 42 km laufen). Drum herum um diese Langdistanz gibt es kleine Veranstaltungen für Einsteiger wie die Challenge for all, die Women‘s Challenge (5km Laufen) und Triathlon für Kids. Also ein riesen Event für alle. So stand ich dann mit zwei anderen Lipödemkämpferinnen freitags am Start und war schon wochenlang davor nervös. Wir hatten vorher einen riesigen Spaß zusammen. Schon beim Anmelden und beim Rad einchecken. Steht das Rad richtig, habe ich an alles gedacht und wo ist der Schwimmstart? Geschwommen sind wir dann im Schwimmbad, dann vorbei an jubelnden Zuschauern in die Wechselzone. Helm aufsetzten, Radbrille, Startnummernband und dann rauf aufs Rad. Dann ging es leicht bergauf und bergab durch das schöne Frankenland. Wieder zurück in der Wechselzone. Rad hinstellen und los ging ein wunderschöner Lauf durch den Wald. Ein faszinierendes Gefühl, wenn man voller Stolz durch das Ziel läuft. Mit den beiden Lipödemkämpferinnen und anderen tollen Leuten haben wir danach noch gegessen, getrunken und sind gemütlich zusammen gesessen bis jede ihre Medaille überreicht bekam. Ein wunderschöner Tag ging zu Ende.

Wäre das nicht auch etwas für Dich?

Zur Autorin  Mein Name ist Manuela und ich bin 40 Jahre als. Ich wurde in Stuttgart geboren und lebe seit 2003 im schönen Bayern, wo ich den Bergen sehr nah bin. Die Diagnose „Lipödem“ erhielt ich 2013. Durch mein Hobby Laufen bin ich zum Triathlon gekommen und habe eine neue Leidenschaft entdeckt. Ich möchte auch andere Frauen mit Lipödem zum Sport motivieren, denn: Aufgeben gibt’s nicht.

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