Grenzen sind dazu da, sie zu überschreiten.

Ein Kommentar zum "Barmer Women's Run 2018"

Wie viele Mädels kamen ins Ziel und waren erleichtert, die Strecke hinter sich gebracht zu haben und über ihre Grenzen gegangen zu sein…

Auch ich habe immer gesagt „Laufen ist nicht meine Sportart“ und ich glaube, dabei wird es auch bleiben. Und dennoch bin ich über meinen Schatten gesprungen und zum Walken angetreten. Als (Lipödem-) Kämpferin bin ich gestartet, aber der Kampf, den ich ausgefochten habe, war nicht der gegen die Strecke oder die Zeit, sondern der mit mir selbst: Warum ich nicht früher schon mal bei so etwas mitgemacht habe und warum ich mir selber so wenig zugetraut habe.

Aufgrund meiner Kompression und vor allem mangelnder Fitness hätte ich beim Laufen wohl trotzdem nicht bestanden, aber die 8-km-Distanz beim Walken hätte ich womöglich dennoch geschafft. Zeit, meine persönlichen Grenzen neu auszuloten.

Zur Autorin: Mein Name ist Mareike. Ich bin 28 Jahre alt und aus München. 2015 wurde bei mir eine Thrombose diagnostiziert, im Jahr drauf dann erst das Lip-, kurz darauf das zusätzliche Lymphödem. Ich bin die „schwarze Seele“ und „der kleine Rebell“ unter den Lip-Mädels.

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